Von artenarmer Wiese zu mehr Biodiversität
Mit Hilfe der sogenannten Streifensaat-Methode lassen sich bestehende, extensiv genutzte und artenarme Wiesen kostengünstig und sicher aufwerten.
Für eine Aufwertung braucht es auf 15-25 % der Fläche eine Neuansaat. Im ersten Arbeitsschritt wird die bestehende Grasnarbe streifenweise vernichtet (Pflug, Grubber, Bodenfräse, Spatenmaschine). Zeitpunkt der ersten, tiefen Bodenbearbeitung ist der September vor dem Aussaatjahr oder aber spätestens im Februar im Aussaatjahr. Anschliessend an die erste, tiefe Bodenbearbeitung wird der Streifen saatfertig vorbereitet. Schon bald darauf keimen im Boden liegende (Unkraut)-Samen aus. Auch ein Teil der zerstörten Grasnarbe treibt wieder aus.
Weitere Bodenbearbeitungen erfolgen jetzt nur noch oberflächlich, mit Maschinen ohne rotierende Werkzeuge. Jedes Mal, wenn die bearbeitete Fläche wieder grün wird, ist ein erneuter Durchgang erforderlich. Dieses Verfahren nennt man Blindsaat.
Für die Aussaat verwendet man am besten spezielle Initial-Mischungen. Sie enthalten die gleichen Arten wie die entsprechenden Standard-Mischungen, der Blumenanteil ist aber viel höher. Das "CH" am Ende des Mischungsnamens bedeutet übrigens, dass die Mischung ausschliesslich einheimische Wildblumen-Samen enthält.
Schon ein Jahr nach der Saat erreicht die aufgewertete Wiese – mindestens teilweise – die Qualitätsstufe II einer Biodiversitätsförderfläche.
• Die Streifensaat-Methode bringt Artenreichtum
zurück 🦋
• Sie ist eine einfache, kostengünstige Methode 💸
• Bestehende regionale Wildgräser und Wildblumenarten
werden erhalten und gefördert 🌿
• Sie leistet einen wichtigen Beitrag zum Insektenschutz 🐝
Wir setzen uns mit unserer eigenen Streifensaatwiese bei Züst aktiv für den Erhalt der Biodiversität ein.